Einführung der Normen DIN EN 13782 & 13814 zum 1. Juli 2012 - neue Regeln für Fliegende Bauten

DIN EN 13782 DIN EN 13814

Die Umstellung der technischen Bestimmungen für „Fliegende Bauten“ auf eine europaweit einheitliche Norm ist seit langem im Gespräch. Mit der Aufnahme der DIN EN 13782 (für Zelte) und der DIN EN 13814 (für Fliegende Bauten allgemein) als Ersatz für die DIN 4112 in die Musterliste der technischen Baubestimmungen im Jahr 2010 war klar, daß die offizielle Einführung der neuen Normen bevorstand. Da das Baurecht der Länderhoheit unterliegt, ist die Einführung der DIN EN 13782 und der DIN EN 13814 in einzelnen Bundesländern bereits erfolgt. Zum 1. Juli 2012 soll diese Einführung bundesweit abgeschlossen sein und die DIN 4112 tritt damit außer Kraft.

Zunächst einmal hat dieser Schritt nur Auswirkungen auf Fliegende Bauten. Fliegende Bauten sind Anlagen, die wiederholt aufgestellt und zerlegt werden können und deren Standzeit 3 Monate nicht übersteigt. In Einzelfällen genehmigen die Bauaufsichtsbehörden auch bauliche Anlagen mit mehr als 3 Monaten Standzeit als Fliegender Bau. Für die Zelte ergeben sich aus der neuen Norm im Bereich Schnee- und Windlasten neue Anforderungen. Die Anforderungen sind im Vergleich zur DIN 4112 teilweise anspruchsvoller. Für Zeltkonstruktionen, die ausschließlich als fliegende Bauten konzipiert wurden und welche die DIN 4112 ausgereizt haben, können technische Änderungen notwendig werden. Allerdings gilt für Zelte mit einer lückenlosen Prüfbuchhistorie Bestandsschutz. So lange nach DIN 4112 erstellte Prüfbücher ihre Gültigkeit nicht verlieren, können Zelte gemäß dieser Prüfbücher aufgestellt werden.

Im Bereich Industriezelthallen ist die Situation eine andere. Für Industrieanwendungen liegen die Standzeiten oft bei einem oder mehreren Jahren oder die Hallen werden dauerhaft errichtet. Die Aufstellung als Fliegender Bau ist hier eher die Ausnahme denn die Regel. Aus diesem Grund hat die Herchenbach Industrie-Zeltebau GmbH ihr Leichtbauhallensystem Heba-Fix® komplett auf die DIN 1055 ausgelegt. Die DIN 1055 regelt die Schnee- und Windlasten für dauerhafte Bauten. Sie stellt deutlich höhere Anforderungen an die Standfestigkeit als die DIN 4112 oder die neue DIN EN 13782. Die Einführung der DIN EN 13782 hat daher keine Auswirkungen auf die Konstruktion oder die zugrundeliegende Statik der Herchenbach Zelthallen. Dank der Spezialisierung von Herchenbach auf Zelthallen und Leichtbauhallen als dauerhafte Bauten in Industrie und Handel, können die Kunden der Umstellung der Norm gelassen entgegensehen.

 

Datum: 12.06.2012 13:47
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